Ayurveda

Speziell in Indien wird Ayurveda als Heilmethode wissenschaftlich gelehrt.

 

Ayurveda – alternative Heilkunde?

Der Ayurveda, aus dem Sanskrit bedeutet ‚Wissen vom Leben‘, ist die traditionelle indische Heilkunst. Bis heute findet er viele Anwender in Indien, Nepal und Sri Lanka hat.

Speziell in Indien wird Ayurveda als Heilmethode wissenschaftlich gelehrt. Hier im westlichen Kulturkreis setzen wir Ayurveda meist im Wellness-Bereich ein.

Wie alt  Ayurveda ist, ist nicht bekannt. Allerdings ist es das älteste überlieferte Gesundheitssystem. Man schätzt es heute auf mehr als 5000 Jahre. Älteste bekannte Aufzeichnungen sind ca. 3000 Jahre alt. Der Ursprung findet sich in der vedischen Hochkultur Altindiens. Ayurveda ist auch eine der heiligen 4 Schriften des Hinduismus.

Ayurveda besteht aus folgenden 4 zentralen Elementen: 1. Ayurveda-Massage sowie -Reinigungstechniken; 2. Ernährungslehre; 3. spirituelle Yogapraxis; 4. Pflanzenheilkunde.

Eine Grundregel lautet:

„Was immer wir selbst tun können, um unsere eigene Gesundheit zu stärken, wirkt besser als das, was andere für uns tun.“

Die 3 Doshas, so genannte Prinzipien des Lebens kommen nach der ayurvedischen Vorstellung in jedem lebenden Wesen vor. Gemeinsam ermöglichen sie alle Vorgänge des Organismus. In einem gesunden Wesen befinden sich diese Energien im harmonischen Gleichgewicht. Normalerweise gibt es bei jedem Individuum  ein oder zwei Doshas die vorherrschen, selten sind alle Doshas gleich ausgeprägt. Das Verhältnis zueinander, wie es sein sollte, wird in Indien u.a. aus dem astrologischen Horoskop des Patienten abgeleitet. Das wird Prakrit-Analyse genannt. Durch Ernährungstherapie, Ordnungstherapie, Pflanzenheilkunde und diverse Reinigungsverfahren wird die Balance wiederhergestellt und angesammelte Schlacken ausgeleitet.

Der Begriff der Ganzheit ist im Ayurveda essenziell. Denn das Leben ist die Einheit aus Körper, Sinnen, Verstand und der Seele. Der Mensch setzt sich zusammen aus den 3 Doshas, den 7 Basisstoffen (Rasa, Rakta, Mansa, Meda, Asthi, Majja und Shukra) und den Abfallstoffen (Fäkalien, Urin, Schweiß). Wachsen und Verfall des Menschen und seiner Bestandteile hängen mit der Nahrung zusammen. Die Aufnahme, Verarbeitung, Absorption, Assimilation sowie der Stoffwechsel von Nahrung wirken sich direkt auf Gesundheit und Krankheit aus. Ziel des Ayurveda ist die Vermeidung von ernsten Erkrankungen. Es wird versucht, Auslöser von Krankheiten zu verstehen, Anzeichen zu erkennen und das Ausbrechen gar nicht erst zuzulassen.

Einige allgemeine Empfehlungen des Ayurveda gelten für alle Menschen:

  • Essen nur bei Hunger
  • erst wenn die letzte Mahlzeit verdaut wurde wieder essen
  • die Hauptmahlzeit soll mittags eingenommen werden, denn dann fkt. die Verdauung am stärksten
  • niemals in unruhiger Verfassung essen, auch nicht im Stehen oder in Eile
  • man soll sich nicht vollständig satt essen („nur zwei Hände voll“)
  • frische, lokale, saisonale Lebensmittel essen, der eigenen Konstitution angepasst
  • abgekochtes Wasser und Kräutertee trinken, aber nur, wenn man durstig ist und niemals kalt
  • alle 6 ayurvedischen Geschmacksrichtungen in der Mahlzeit aufnehmen: süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb
  • natürliche Bedürfnisse nicht unterdrücken (Stuhlgang, Winde, Aufstoßen, Gähnen, Weinen etc.)